Oldtimerfreunde Angeln

 
 

 Oldtimerfreunde-Angeln.de / Oldtimer News / Oldtimer - mehr als alte Autos

Oldtimer - mehr als alte Autos


                                                   Mittwoch, 19.Jan. 2005

Mercedes-Benz-Cabrio SS (Super Sport) Baujahr 1929 Gelungene Restaurierung für ein einzigartiges Fahrzeug Kalleby (ulz). "Der Mercedes Benz Kompressorwagen war die bisher größte Herausforderung für unser Team", so beurteilt Jürgen Swoboda die gelungene Restaurierung eines Oldtimers der Superklasse. In Fachkreisen ist Jürgen Swoboda längst ein Begriff für Qualitätsarbeit. Seit 19 Jahren ist er mit seinem siebenköpfigen Team als Spezialist für Oldtimer-Restaurierung mit seiner kleiner aber feinen Werkstatt in Kalleby bei Kennern der Szene bekannt und geschätzt. Aufträge nicht nur aus Deutschland sondern mittlerweile auch aus ganz Europa landen bei Jürgen Swoboda, dem Spezialisten für (fast) alle Oldtimer-Typen, der aus seinem anfänglichen Hobby längst einen Beruf gemacht hat. Doch das eigentliche "Highligt" fand für Swoboda am 6. Dezember 2004 in London statt. Der von ihm im Kundenauftrag restaurierte Mercedes-Benz Roadster, Baujahr 1929, wurde vom renommierten Versteigerungshaus Bonhames, gegründet 1793, in London für sage und schreibe zwei Millionen Euro versteigert. Damit erhielten Jürgen Swoboda und sein Team für die geleistete Restaurierungsarbeit die höchste Anerkennung. Aber hinter dieser Leistung steht harte Arbeit. So hat Jürgen Swoboda mit seinem Team allein 6000 Arbeitsstunden, d. h. vier Jahre Arbeit in den Mercedes-Benz gesteckt, der von Grund auf sorgfältig und original in den Zustand von 1929 zurückversetzt wurde. Der Auftraggeber und erste Besitzer dieses in der Tat einzigartigen Auto war "Roxy" Rothafel, eine der großen Persönlichkeiten aus dem amerikanischen Showgeschäft. Als 23-jähriger startete "Roxy" Rothafel eine atemberaubende Karriere mit einem Hinterhof-Kino für Stummfilme in Pennsylvania. Einige Jahre später gehörten ihm alle Roxy-Theater in den USA. 1927 eröffnete er mit seinem Freund Rockefeller jr. in New York das legendäre "Roxy-Theater" mit rund 10.000 Plätzen, welches als "....das größte Theater seit dem Fall von Rom" bezeichnet wurde. Für den Mann der Superlative kam nur ein Fahrzeug der Superlative in Betracht. So orderte er im Sommer 1929 das Mercedes-Benz-Cabrio Typ SS (Super Sport). Es war das Werk des damals neuen Chef-Designers Ferdinand Porsche. Der Motor mit 7,1 Litern Hubraum brachte rund 200 PS auf die Straße und erreichte eine für damalige Zeiten sensationelle Geschwindigkeit von 220 km/h. Damit war Mercedes-Benz Roadster der schnellste Straßenwagen der Welt. "Roxy" Rothafel beauftragte den damaligen "Karosserie-Papst" Castagna in Mailand mit der Konstruktion des Fahrzeugs. Und Roxy Rothafel bekam in der Tat ein einmaliges Fahrzeug, welches seiner Zeit weit voraus war und in technischer Hinsicht viele Neuerungen aufwies. Es war ein "car par excellence for the sports driver", wie die Fachpresse damals schrieb. Roxy Rothafel starb 1936; sein Mercedes geriet in Vergessenheit. 30 Jahre später tauchte er wieder in Phoenix/Arizona auf, allerdings stark verfremdet. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kam das Fahrzeug nach Europa. Es wurde von deutschen Sammlern erworben. Zehn Jahre später begannen die Restaurierungsarbeiten durch Jürgen Swoboda, der in 6000 Arbeitsstunden das Fahrzeug in den Originalzustand zurückversetzte. Was als Originalteil nicht mehr zugebrauchen war, wurde bis ins kleinste Detail originalgetreu nachgebaut. Jede kleinste Schraube entsprach dem Original. So wurde z. B. der Zylinderkopf des Motors nachgegegossen und nachgearbeitet. Eine Spezialfirma in England fertigte die 20-inch Räder an. Lediglich die Scheinwerfer wurden dem heutigen Sicherheitsstandard angepasst. Die Originallampen der Firma Grebel wurden durch Fabrikate der Firma Zeiss ersetzt. Nach vier Jahren intensiver Restaurierung bekam das Fahrzeug wieder seine ursprüngliche steingraue Lackierung durch die Autolackerierei Erich Browack in Quern. Im Oktober 2004 wurde von Mercedes-Benz Ingenieuren das restaurierte Fahrzeug "auf Herz und Nieren überprüft" und mit höchstem Lob bedacht. Ein schöner Erfolg für Jürgen Swoboda und eine Bestätigung seiner fachlichen Qualitätsarbeit, welche jetzt noch durch das Versteigerungsergebnis in London getoppt wurde. In der Tat, er hat Recht, wenn er sagt: " So ein Fahrzeug darf man wahrscheinlich nur einmal im Leben restaurieren." Jetzt wartet der Wagen in England auf die Verschiffung, zu einem prominenten Amerikaner. Quelle: Wochenschau 15.01.2005




Google+                       

Oldtimer Bildergalerie
Bilder von unseren
Ausfahrten und
Oldtimertreffen
finden sie hier.
 
 
 © 2018 Oldtimerfreunde-Angeln.de | Telefon (04637) 1777 | Telefax (04637) 1944 | E-Mail: info@oldtimerfreunde-angeln.de | Kontakt | Impressum