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Aus einem Haufen Schrott


                                                   Montag, 24.Jan. 2005

wird eine Auto-Rarität Aus Dänemark hat Dietrich Nissen, der schon 20 Oldtimer restaurierte, einen „Haufen Schrott“ geholt. Daraus wird jetzt ein „Opel Laubfrosch“. Sankelmark / Augaard pm Mehr als 20 Oldtimer hat Dietrich Nissen aus Augaard, einem Ortsteil der Gemeinde Sankelmark, in den letzten Jahrzehnten bereits restauriert. Immer wieder versprach er seiner Frau Helga: „Das ist bestimmt der Letzte“, musste doch immer wieder viel Zeit und Geld eingesetzt werden. Nun soll es wirklich der Letzte für den 70-Jährigen sein, auch wenn es diesmal eine besonders aufwändige Rekonstruktion werden wird. Am 4. Dezember 2003 las Dietrich Nissen in einem dänischen Anzeigenblatt die kurze Notiz, dass ein Opel Laubfrosch von 1924 zu verkaufen sei. Gleich mit Anhänger machte er sich auf den Weg nach Thisted ziemlich weit oben in Dänemark. Was er in einem offenen Carport und auch als Hühnerstall genutzten Unterstand sah, verschlug ihm die Sprache, ließ aber auch sein Herz schneller schlagen. „So ein Schrott, fürchterlicher Zustand“, lautete das das Urteil seiner Frau. Nissen stimmte zwar zu, aber „diese Laubfroschlimousine ist ein einmaliges Stück“. Der Opel-Typ wurde von 1924 bis 1930 gebaut. Die anfängliche Jahresproduktion betrug 1500 Einheiten. Insgesamt wurden 100 300 Stück hergestellt, damit war der Laubfrosch praktisch der erste Volkswagen. Anfangs hatte er zwölf und später 20 PS. Das als „Vertreterauto mit hoher Zuverlässigkeit“ angebotene Vehikel verbrauchte damals 5,5 Liter auf 100 Kilometer Strecke; Als Spitzengeschwindigkeit 80 km/h. Als Dietrich Nissen in seiner „Hinterhofwerkstatt“ die ersten Teile der Neuerwerbung abschraubte, wurde ihm schon etwas mulmig. „Die meisten Teile sind aus Holz, beinahe alles ist vergammelt, verfault“. Die Wulstfelgenräder sind zerfetzt, die Vorderachse fehlt komplett, der Tank ist zerfallen. Jetzt kamen dem ehemaligen Feuerwehrmann, der seit fast 40 Jahren in der Oldtimer-Szene bekannt ist, Beziehungen und Sammelleidenschaft zugute. „Ich habe vielen geholfen, nun kommt ganz viel zurück“, freut er sich. Aus einer vor 25 Jahren „organisierten“ Eichenbohle schnitt er neue Streben. „Nur noch eine B-Säule, der Türholm links, ist im Original erhalten, den Rest habe ich ausgebessert oder rekonstruiert“, erklärt er. Seine Frage in der Oldtimer-Szene, ob jemand etwas über den Opel Laubfrosch wisse und Teile habe, hatte Erfolg. Aus der Schweiz, aus Holland, Dänemark und aus gans Deutschland bekam er Rückmeldungen - und viele Ersatzteile. „1987 baute mein Dietrich eine ganze Halle für seine Fahrzeuge“, berichtet Helga Nissen. „Das Restaurieren und Rekonstruieren von Oldtimern ist für ihn das Leben“. Von 20 restaurierten Oldtimern stehen noch sechs in der Halle, das älteste ist Baujahr 1906, ein anderer ist eine weltweite Einmaligkeit. Wenn der Laubfrosch fertig ist, wird er sicher das Aushängeschild sein. Reich ist Nissen durch die Oldtimer nicht geworden. „Ich bin froh, wenn wenigstens die Materialkosten erstattet werden“. Seit einem Jahr ist Nissen jetzt dabei, den Opel aufzubauen. „Wenn der Laubfrosch fertig ist, dann hält er bestimmt nochmals 80 Jahre“, ist Nissen überzeugt. Wer Anregungen haben oder die restaurierten Oldtimer sehen möchte, kann sich mit Dietrich Nissen in Verbindung setzen: Tel. 04602/474 Quelle: Schleibote, 24.01.2005




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